Verfasst von: kiwikornell | 14. Januar 2011

Verkehrt herum

Während der Entstehung eines Reise-Blogs ist es ja sinnvoll immer den neuesten Eintrag als ersten Eintrag zu sehen.

Ist jedoch die Reise zu Ende und möchte man sich die Einträge oft in der richtigen zeitlichen Abfolge ansehen. Zu diesem Zwecke klicke bitte hier auf Blogbook Neuseeland und du erhälst ein PDF-Dokument, das die Blogeinträge in chronologischem Ablauf enthält.

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Verfasst von: kiwikornell | 10. Januar 2010

So – 10.01.2010 – Finale

Oft ist es gut wenn man ins Finale kommt – aber nicht so heute. Dies ist der letzte Tag unseres Urlaubes.

Da Edith von den wirtschaftlichen Problemen Dubai’s gelesen hatte, schnappte sie sich die Kreditkarte um den Umsatz des Dutyfree durch den Kauf von Parfüm anzuheben.

Die Wartezeit von geplanten vier Stunden verbrachten wir mit Surfen, da es am Flughafen in Dubai kostenloses WLAN gibt.

Endlich wurde unser Flug aufgerufen und wir konnten den Flieger betreten. Als wir unserem Platz kamen, war dieser schon besetzt. Eine (über)reife Wiener Blondine mit ihrem glatzköpfigen Freund hatte sich nicht nur in der Reihe geirrt, sondern die beiden sind auch noch auf den falschen Plätzen gesessen. Nach kurzer Diskussion haben sie sich zu dem jeweils richtigen Platz in der richten Reihe begeben.

Dann informierte uns der Kapitän, dass noch ein Container mit Gepäckstücken fehlt und wir noch etwas warten müssen. Schlussendlich hatten wir dann beim Abflug ca. eine 3/4 Stunde Verspätung. Das Flugzeug war, wie beim Hinflug, wieder eine Boing B777-300ER (A6-ECW). Während des Fluges gab es wieder das übliche gute Essen (Lammragout mit Curryreis). Da es auch je Sitz einen Stromanschluss gibt, konnten wir den Laptop anhängen und mit der Aussortierung der Urlaubsbilder beginnen.

Obwohl wir verstätet weggeflogen sind konnten wir alles aufholen und pünktlich landen.

Wir waren sehr froh dass uns Gerhard und Marianne vom Airport abholten. Die Beiden hatten während des Urlaubes ein wachsames Auge auf unsere Wohnung. Aber nicht nur das, auch Blumen, Süßigkeiten, Essen und eine warme Wohnung waren von den Beiden vorbereitet.

Vielen lieben Dank dafür!!!

Verfasst von: kiwikornell | 10. Januar 2010

Sa – 09.01.2010 – Strand, Hitze und ein langer Flug

Morgens wurde wieder fleißig gepackt, da wir bis um 10.00 das Zimmer räumen mussten.

Das Gepäck stellten wir beim Portier unseres Hotels ab und setzten uns in den Bus der uns bis zum ‚Bondi Beach’ brachte. Eine knappe halbe Stunde dauerte diese Fahrt und dann waren wir an einem riesigen Sandstrand den oft bis zu 35.000 Menschen frequentieren. Mittlerweile war auch die Sonne in voller Pracht zu sehen und die Temperatur pendelte sich so gegen 30 Grad ein. Wir beschlossen in Folge dieser Hitze nicht ungeschützt am Strand zu liegen, sondern gingen ein Stück des ‚Coastal Walks’, um dann wieder zurück zu fahren.

Nun besuchten wir das ‚Sydney Aquarium’. Neben allen möglichen Fischen gibt es hier auch Seekühe und Haie zu sehen. Das Becken mit den Seekühen kann man von oben aber auch von unten bestaunen. Das Haibecken wiederum kann man durchwandern und zu sehen wie diese Tiere ganz nahe an einem vorbeischwimmen.

Dann ging es Hotel und dort konnten wir uns noch duschen und umziehen, bevor uns der Airportshuttle pünktlich abholte und zum Flughafen brachte.

Da wir schon Online eingecheckt hatten, brauchten wir uns nicht lange anstellen und das Aufgeben der Koffer ging rasch von statten. Durch die Passkontrolle ging es flott und komplikationslos. Bei der Sicherheitskontrolle wurde der Rucksack von Franz herausgefischt und manuell nochmals untersucht. Wir hatten die Sonnencreme vom Strandbesuch nicht in den Koffer sondern in ins Handgepäck gesteckt. Diese Flasche hatte über 100ml möglichen Fassungsraum und wurde uns von der netten Securitydame abgenommen und im Mistkübel entsorgt. Zum Glück war die Flasche ohnehin schon fast ganz leer.

Auf diesen Schreck hinauf mussten wir etwas essen. Edith genehmigte sich einen Cappuccino mit einem Heidelbeermuffin, während Franz sich beim Chinesen mit einem pikantem Suzuanhuhn labte.

Das Einsteigen in den neuen Airbus A380-800 (A6-EDC) ging komplikationslos und wir hoben pünktlich ab. Der Pilot teilte uns noch mit, dass wir aufgrund der günstigen Winde nicht über 14 Std. sondern nur 13,5 Std. bis nach Dubai fliegen werden – wir alle hoffen, dass er Recht hat.

Essen war wieder sehr gut. Diesmal nahmen wir beide Beefsteak mit Kartoffeln.

Da es mittlerweile schon Mitternacht wurde, versuchten wir ein wenig zu schlafen. Edith schlief ganz gut und lange, während Franz kaum schlief, dafür aber die Fotos auf dem Laptop überspielen und sich einen Film ansehen konnte. Nachts gab es noch einen kleinen Snack für jene die nicht schlafen konnten, bzw. für jede die schlafen konnten, aber bei der Annährung von Nahrung sofort munter werden um zu essen und dann wieder friedlich weiter zu schlafen.

Zum Frühstück gab es gegrilltes Würstel und Faschiertes mit Kartoffeln, Weckerl mit Butter und Erdbeermarmelade und Obstsalat. Danach war auch dieser Flug fast vorüber und wir landeten nach den versprochenen 13,5 Std. Flugzeit.

Im Terminal in Dubai gingen wir ins nächste Kaffee und genehmigten uns einen Cappucciono um die Wartezeit von ca. 3 Std. zu überbrücken.

Verfasst von: kiwikornell | 8. Januar 2010

Fr – 08.01.2010 – Meer und Tiere und doch in der Stadt

Gleich nach dem dürftigen Frühstück im Hotel (im Camper hätten wir in besserer Luft ein besseres Frühstück gemacht) fuhren wir mit Zug und Bus in den ‚Featherdale Wildlife Park’. Wir waren ganz begeistert, dass dort viele Tiere frei herumlaufen bzw. herumfliegen und man diese auch angreifen kann. Koalas kann man streicheln, Kangaroos und Wallabies hüpfen einem im Weg herum, Emus schnappen nach Hüten und Taschen und allerlei sonstiges, meist gefiedertes Getier bevölkert die Wege.

Nun ging es zurück und diesmal gleich in den Hafen. Dort bestaunten wir das berühmte ‚Opera House’ und die ‚Habour Bridge’. Beides bot sich uns im schönsten Sonnenlicht dar.

In der Nähe der Brücke gab es ein kleines Straßenfest mit unzähligen Möglichkeiten zu Essen. Wir entschieden uns für gegrillten Lachs auf Reis (Edith) und gegrilltes Hühnerfleisch auf Fladenbrot (Franz).

Abends machten wir noch eine kleine Hafenrundfahrt um Oper und Brücke bei Nacht von See aus zu sehen. Zu Fuß ging es dann durch den ‚Hyde Park’ zurück in unser Hotel.

Hatten wir uns gestern von der Stadt doch etwas erdrückt gefühlt, so war der heutige Tag mit all den Tieren und dem Meer so ungefähr das was wir eigentlich brauchen.

Verfasst von: kiwikornell | 7. Januar 2010

Do – 07.01.2010 – Der erste Schritt zurück

Heute haben wir etwas länger geschlafen und als wir munter wurden, fühlten wir uns wie Gefangene. Ringsherum nur Mauern, keine Aussicht auf Natur, sondern nur in einen Hinterhof. Der Alltag greift schön langsam und unbarmherzig nach uns.

Ein später Frühstückskaffee bei McDonalds, eine neue Uhrenbatterie beim Juwelier an der Ecke, der Kauf eines Hemdes im Sonderangebot und der Kauf von ein paar Tafeln Kiwi-Schoko im Supermarkt, dass waren unsere nächsten Tätigkeiten.

Zu Mittag noch mal ein 5 Euro Essen in unserem Hotel, dass wieder nicht nur günstig sondern auch extrem gut war. Edith bestellte Nudeln mit Lachs, Franz einen Hühnersalat.

Danach ging es mit unserem ganzen Gepäck, drei Rucksäcken und zwei Trollies, ein paar Häuserblocks weiter und dort in einen Kleinbus, der uns zum Flughafen brachte.

Da wir schon am Vorabend vom Hotel aus Online eingecheckt hatten, ging auch die Gepäcksaufgabe sehr rasch.

Der Flug (mit einer Boing 777-300ER / A6-ECX) begann Anfangs aufgrund des starken Windes etwas holprig, verlief dann jedoch komplett ruhig. Das Essen war wieder, wie eigentlich immer bei Emirates, ausgiebig und sehr gut. Vorspeise: Ente auf japanischem Salat.

Hauptspeise: Lachs mit Reis, Gemüse und Sauce Hollandaise (Edith) oder Lammragout mit Karottenpüree und Bratkarkoffeln. Nachspeise: Jourgebäck mit Butter und Käse, weißes Mousse auf Fruchtspiegel und ein kleines Stück Schokolade.

Nach der Landung mussten wir durch Pass-, Zoll- und Biokontrolle. Alles ging schnell und ohne Probleme.

Nachdem wir das Gepäck geholt hatten, ging es zum Bankomaten, um einige Australische Dollar abzuheben. Diese brauchten wir auch gleich für den Shuttle zum Hotel und ein paar Getränke im Supermarkt.

Das Hotel ist soweit ok, die Dusche sehr schön, das Bett ein wenig klein, aber für uns zwei wird es schon reichen.

Verfasst von: kiwikornell | 6. Januar 2010

Mi – 06.01.2010 – Abschied von ,Happy‘

Morgens herrschte leichte Hektik, da wir um 8.30 schon abfahren wollten, aber erst um 08.00 aufwachten. Eilig wurde der Nachtcamper in einen Tagcamper verwandelt und das Frühstück gemacht. Während wir das Essen schnell hinunterschlangen kamen wir drauf, dass Edith’s Uhr stehen geblieben war und es erst kurz nach 07.00 war. Also konnten wir zwei Gänge zurückschalten und doch noch gemütlich frühstücken.

Dann ging es die über 200 Km nach ‚Christchurch’. Knapp vor Mittag kamen wir dort an und mussten nun unseren Camper bei der Fa. ‚Happy Campers’ zurückgeben.

War das Schlafen im Camper eigentlich nur als Notlösung gedacht, falls wir unterwegs kein Zimmer finden würden, so entpuppte sich das Schlafen im Camper als bequem und billig.

Von den 30 NZ-Nächten haben wir nur 9 Nächte nicht im Camper verbracht (2 Nächte in einem Hotel, 1 Nacht bei Rob’s Mum und 6 Nächte in Manuela’s und Rob’s Haus).

Bei der Rückgabe wurde überprüft ob der Tank voll ist, das Abwasser entsorgt wurde, das Innere einigermaßen sauber ist und ob irgendwelche Schäden zu sehen sind. Fast alles war in Ordnung nur die Windschutzscheibe war stark beschädigt, da gleich drei große Steinschläge zu sehen waren. Da wir aber gegen alle Arten von Schäden versichert sind, war auch dies keine Problem.

Ein nettes Mädel von ‚Happy Campers’ brachte uns dann in die Stadt zu unserem Hotel ‚SO’.

Ja das Hotel heißt einfach so. Es ist ein stylisches, nettes Hotel (siehe im Reiter ‚Hotels’) das sehr zentral gelegen ist. Nach dem einchecken bummelten wir dann den Nachmittag in der City herum. Zum Abendessen waren wir wieder im Hotel und speisten ‚Steak and Chips’ in 1A Qualität zu unschlagbaren 5 Euro.

Eigentlich gefällt es uns im Hotel und in der Stadt gar nicht besonders. Wir vermissen Berge, Gletscher, Seen, Meer, Tiere, den Regenwald und die Weite des Landes. Darum gibt’s auch keine Fotos, da uns momentan nichts an einer Stadt gefällt und wir nicht fotografiert haben.

Wie wird das erst zu Hause sein!?

Verfasst von: kiwikornell | 5. Januar 2010

Di – 05.01.2010 – Es ist zum in die Luft gehen

Heute Morgen mussten wir uns beeilen um in Folge der Witterung schnell die 90 Km nach ,Lake Tekapo‘ zurückzulegen, da wir dort unser Transportmittel wechseln wollten.
Zwar waren wir mit unserm Camper bisher sehr zufrieden, aber die heutige Wetterlage war eben so, dass wir lieber in ein anderes Gefährt umsteigen wollten. Wir hatten bei der zuständigen Agentur angerufen und die hatten uns bis 10.00 Zeit gegeben, nach ,Lake Tekapo‘ zu kommen. Mit Vollgas rauschten wir die Straße an den Stauseen entlang und schafften es knapp aber doch. Den Camper stellten wir ab, eilten ins Büro der Agentur, erledigten den Schreibkram und schon saßen wir, gemeinsam mit ein paar anderen Leuten, in unserem neuen Vehikel.
Franz durfte diesmal nicht ans Steuer, sondern nur am Sitz daneben Platz nehmen.
Edith setzte sich in die erste Reihe dahinter. Dann ging es endlich los. Anfangs holperte es noch ein wenig, aber dann zog der Pilot leicht an seinem Steuerknüppel und die Maschine hob sanft vom Boden ab.
Ja, wir sind heute in die Luft gegangen. Schon gestern wollten wir dies in ,Mount Cook Village‘ tun, aber Sturm und Regen haben dies vereitelt. Heute allerdings war ein richtiger Traumtag. Morgens blauer Himmel, Sonnenschein und, ganz wichtig, Windstille. Da wir sowieso nach ,Lake Tekapo‘ wollten, organisierten wir es so, dass wir von dort den Rundflug starten konnten. Wir nun in einem Kleinflugzeug und ließen die prachtvolle Bergwelt neben und unter uns vorbei gleiten. Sieben Reihen zu je zwei Personen (somit hatte jeder Passagier einen Fensterplatz), Platz für Piloten und den Co-Piloten (diesen durfte Franz einnehmen und ermöglichte ihm somit die beste Sicht von allen) fasste die Maschine.
Atemberaubend war die Sicht auf Moränen, Gletscher, Berggipfel, Eis- und Felsabbrüche, Seen mit Eisschollen und dies alles so Nahe, dass man jede Einzelheit genau erkennen konnte.
Leider dauerte der Flug nur eine knappe Stunde, aber in unserer Erinnerung wird er noch lange nachwirken.
Nun nahmen wir wieder in unserm Camper Platz, fuhren an das Ufer des ,Lake Tekapo‘ und besichtigten dort die kleine Kirche, die zwar kein Altarbild hat, dafür jedoch nur ein einfaches, großes Fenster mit einem einzigartigen Ausblick auf den See und die dahinter liegenden Berge.
Mit einem kleinen Snack, einem Bummel durch die zehn Geschäfte des Ortes und einem kleinen Nickerchen in der Sonne am Seeufer genossen wir die nächsten Stunden.
Dann ging es die steile Straße zum nahe gelegenen Observatorium hinauf, um von dort bei Kaffee und Kuchen die fantastische Landschaft zu bewundern.
Den Abend verbrachten wir (Edith aktiv, Franz passiv) mit packen, da wir heute die letzte Nacht im Camper verbringen und ihn morgen leider (ja, das Ende des Urlaubs naht) zurückgeben müssen.

Verfasst von: kiwikornell | 5. Januar 2010

Mo – 04.01.2010 – Frust und Lust

Wurden wir gestern durch sanftes Schaukeln geweckt, so war dies heute ein sehr kräftiges Rütteln das uns aus den Träumen riss. Ein böiger, kalter Sturm fegte von den Bergen herunter, sodass die Camper wackelten wie Oma’s Schokopudding. Wir sind hier im Schatten des ,Mount Cook‘ am Beginn des hochalpinen Geländes der ,Southern Alps‘ – also praktisch vis-a-vis vom ,Franz Josef Glacier‘. In der weiteren Umgebung hier gibt es 19 Dreitausender und über 140 Zweitausender. ,Mount Cook‘ ist die höchste Erhebung mit 3.754 m.
Da es nach dem Frühstück auch noch zu regnen begann war unser Frustlevel ziemlich hoch.
Auf alle Fälle fuhren wir nach ,Mount Cook Village‘, dass ca. 25 Km von unserem Campingplatz entfernt ist. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass das Wetter noch schlechter geworden ist. Also rein ins ,Visitor Centre‘ um sich eine kleine Ausstellung anzusehen. Dann kam doch die Sonne ein wenig heraus und wir machten uns bereit für unsere geplante Wanderung. Doch kaum bereit, begann es wieder heftig zu regnen. Nun wieder hinein in den Camper um ein wenig zu lesen. Wetter wird besser, fertig machen, Wetter wird schlechter. Rein ins Kaffeehaus, Wetter wird besser, fertig machen, Wetter wir schlechter.
So ging das bis zum Nachmittag. Dann war der Frustpegel schon fast am Höhepunkt und wir beschlossen, egal welches Wetter auch kommen mag, den ,Hooker Valley Track‘ zu gehen.
Mit Wandershirt, einer bzw. zwei Vliesjacke(n) und Regenjacke gut bekleidet, starten wir die Wanderung bei noch immer heftigem Wind und leichtem Regen.
Witterungsbedingt sahen wir von den umliegenden Bergriesen fast nichts. Sie waren alle mit einer dunklen Wolkendecke verhüllt. Doch diese zerriss schön langsam und nach einer guten halben Stunde mussten wir eine Umkleidepause einlegen. Die Sonne hatte sich am Himmel breitgemacht und fast alle Wolken waren weg. Alle Jacken wurden in den Rucksack gestopft und auch die Wanderhosen wurden abgezippt, sodass wir nun in Shorts und Shirts die Wanderung fortsetzen (und auch beenden konnten).
Die Sicht auf die Berge war nun unbeschreiblich. Fast zum Greifen nah waren die Gletscherfelder der uns umgebenden Bergriesen. Am Wendepunkt der Wanderung kamen wir zu einem See in dem der Gletscher des ,Mount Cook‘ mündet. Von allen Seiten wurde der See aus Wasserläufen und vielen kleinen Wasserfällen mit Wasser gespeist.
Einige Zeit genossen wir diesen Anblick um dann wieder zum Parkplatz zurück zu gehen, immer das grandiose Panorama der eisbedeckten Berge vor, neben und hinter uns.
So wurde aus dem schon verloren geglaubten Tag doch noch eine Zeit mit überwältigenden Eindrücken.

Verfasst von: kiwikornell | 3. Januar 2010

So – 03.01.2010 – Natur pur

Sanft wurden wir heute in den Tag geschaukelt. Der Wind blies so stark, dass es den Camper hin und her bewegte. Dazu setzte auch noch heftiger Regen ein, und wir beschlossen noch eine Runde zu schlafen. Gegen 09.00 schlüpften wir dann doch aus den warmen Federn, aßen unser Frühstücksmüsli und freuten uns dass der Regen aufgehört hatte, der Wind etwas nachgelassen hatte und ein paar kleine blaue Flecken am sonst tiefgrauen Himmel erschienen.
Unser erstes Ziel war die ‚Sandfly Bay’ kurz hinter ‚Dunedin’. Die Bucht machte dem Namen alle Ehre. Es ging wieder stürmischer Wind und der Sand der Dünen drang in Augen, Nase, Jacken und Kameras. Steil ging es die Dünen hinunter zum rechten Ende der Bucht. Dort angekommen nahmen wir gleich die Felsen unter Beobachtung und siehe da, zwei der vermeintlichen Felsen entpuppten sich als Seelöwen. Nun spazierten wir den langen Strand zum linken Ende der Bucht entlang. Dort hofften wir ebenfalls Seelöwen zu sehen. Und diese Hoffnung ging mehr als nur in Erfüllung. Über zwanzig Tiere in allen Größenordnungen lagen gut getarnt auf und zwischen den Felsen.
Bis auf ca. 10 m konnten wir uns ihnen nähern, fotografieren, beobachten und es einfach nur genießen auf einem riesigen Strand, von der tosenden See umgeben, mit diesen tollen Tieren allein zu sein. Mittlerweile wurden auch die letzten dunklen Wolken vom Wind vertrieben und die Sonne brannte ganz schon herunter, sodass wir beim steilen Rückweg über die Sanddünen ordentlich ins Schwitzen kamen.
Nun fuhren wir über ‚Dunedin’ in Richtung Mt.Cook – und dies dauert ca. 4. Std. Nach einer Stunde machten wir einen Stopp bei den ‚Moeraki Boulders’. Dies sind meist glatt geschliffene runde Steine die am Strand herumliegen. Manche sind noch glatt und rund wie ein Kinderpopo, andere hat es schon zerrissen und nur mehr Teile von ihnen sind vorhanden.
Die nächsten drei Stunden Fahrt vergingen dann noch sehr schnell, obwohl wir nur sehr sporadisch anderen Verkehrsteilnehmern begegneten. Die Landschaft war abwechslungsreich, wir sahen Herden von Rindern, Schafen und Rotwild (ja die werden hier wie Rinder und Schafe gehalten) und gegen Ende der Fahrt ging es kilometerweit an Stauseen vorbei.
25 Km vor dem ‚Mount Cook’ fanden wir einen schönen Campingplatz und machten es uns wieder in unserem Camper für die Nacht gemütlich.

Verfasst von: kiwikornell | 2. Januar 2010

Sa – 02.01.2010 – Abschied

Das Wetter war heute Morgen wie unsere Stimmung – sehr ge(be)trübt. Denn der Tag des Abschieds war gekommen. Noch ein kleines gemeinsames Frühstück und dann der Augenblick den wir alle gefürchtet hatten. Mit vielen Umarmungen wurde verabschiedet und wir fuhren Richtung ‚Dunedin’ ab.

Während der Fahrt buchten wir einen netten Campingplatz und brachten die Fahrtzeit diesmal eher versonnen hinter uns. Am Campingplatz angekommen checkten wir ein und setzten unsere Fahrt, der Uferstraße entlang zuckelnd, zum ‚Taiaroa Head’ nahe ‚Dunedin’ zum dortigen ‚Royal Albatross Centre’ fort. Hier buchten wir eine Führung und konnten so Albatrosse (Flügelspannweite bis zu 3,50 m) beim majestätischen Fliegen, unbeholfenen Landen und geduldigem Brüten beobachten. Nach der einstündigen, sehr interessanten, aber auch etwas überteuerten Tour gingen wir zum Strand um dort Seelöwen aus nächster Nähe zu beobachten.

Zurück nahmen wir nicht die Küstenstraße sondern hetzten unseren Camper von 0 auf 500 m die ‚High Cliff Road’ auf der einen Seite hinauf und dann auf der anderen Seite wieder hinunter. Die Aussicht war grandios, hätte aber besser sein können wenn es nicht so bewölkt gewesen wäre. Zwischendurch machten wir auch noch einen kleinen Abstecher an den ‚Allens Beach’ wo wir einen einsamen Pinguin auf seinem Weg vom Meer zum Brutplatz und später wieder zurück, beobachten konnten.

Am Campingplatz genossen wir selbst gebratenes Hendl mit grünem Salat und hofften, dass das Wetter morgen, wie vorausgesagt, besser werden würde.

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