Verfasst von: kiwikornell | 1. Januar 2010

Fr – 01.01.2010 – Tierischer Jahresbeginn

Etwas müde von der kurzen Nacht und der langen Schlammwanderung setzen wir uns zum Frühstück auf eine Bank hoch über der ‚Curio Bay’. Die Sonne schien, wärmte uns und wir warteten auf die ‚Hector Delfine’, eine kleinere, nur hier vorkommende Delfinart. Leider schienen die Delfine heute etwas übernächtig zu sein und wir bekamen keinen zu Gesicht.

Schon ging es weiter zum ‚Nugget Point’. Über eine Std. dauerte die Fahrt, aber als wir nach kurzer Wanderung den Leuchtturm erreicht hatten, kamen wir aus dem Staunen nicht heraus.

Im Meer vor dem Leuchtturm waren riesige Gesteinsformationen häufchenweise (wie Nuggets) verstreut. Die See glänzte in verschiedenen Farben und die Felsen spiegelten sich im Meer. Noch dazu ist dieser Platz bei Seelöwen sehr beliebt und auf nahezu jedem Felsengebilde konnte man zwar unschwer aber doch diese Tiere erkennen. Mal lagen sie faul auf dem Felsen, dann hüpften sie ins oder aus dem Wasser, mal sah man Mütter mit ihren Jungen, dann wieder Bullen die heftig miteinander Kämpften. Es war immer etwas los in der bzw. den Seelöwenkolonien und viele Besucher erfreuten sind an dem Treiben und an dem schönen Wetter.

Nach einer kurzen Mittagpause fuhren wir zurück zu ‚Ciuro Bay’ um eventuell doch noch die Delfine zu sehen. Und das waren sie auch schon. Kaum angekommen konnten wir einige Tiere beobachten, wie sie einige Zeit untertauchten, dann herum schwammen und plötzlich über Wellen sprangen. Leider dauerte das Spektakel nicht allzu lange und so traten wir bald wieder den Heimweg nach ‚Invercargil’ an.

Da dies unser letzter gemeinsamer Abend war (und auch für längere Zeit bleiben wird) gingen wir noch ins ‚Ale House’ zum Abendessen.

Verfasst von: kiwikornell | 1. Januar 2010

Do – 31.12.2009 – Schreck und Dreck

Für Silvester/Neujahr waren die ‚Catlins’ (Gebiet um den südlichsten Punkt von NZ) geplant. Schon Tage vorher hatten wir einen Stellplatz für Camper (Edith und Franz) und Zelt (Manuela und Rob) gebucht.

Ein gute Stunde Fahrt und wir waren auch schon dort. Das Wetter war den rauen Felsformationen am Meer angepasst. Heftiger Wind und Regen empfingen uns am Zeltplatz.

Schnell wurde das Zelt aufgebaut und der Camper eingeparkt. Diesmal leider auf einen Platz ohne Strom, da diese bis Ende Jänner ausgebucht sind. Beim einchecken erfuhren wir, dass soeben ein Platz mit Stromanschluss frei wird. Diesen haben wir natürlich sofort gebucht. Manuela und Rob mussten ihr Zelt wieder ab- und auf dem neuen Platz wieder aufbauen.

Manch normales, vieles Abnormale erlebt man auf einem Campingplatz. Geht man auf eine Toilette sind diese meist in Ordnung. Kommt man wieder heraus ist die Welt meist auch noch in Ordnung. Dies sieht man allerdings etwas anders wenn man die WC-Türe öffnet, ein paar Schritte heraus geht und plötzlich angegrunzt wird, so wie es unseren beiden Damen passiert ist. Als sie sich nach dem ‚Grunzer’ umsehen, müssen sie erkennen, dass er sie schon im Visier hat und mit weit aufgerissenem Mund und etwas unsicherem, watschelndem Gang auf sie zukommt. Da sie seine Bekanntschaft nicht so hautnah machen wollen, flüchten sie wieder in den Schutz der Toilettanlagen. Wer möchte schon von einem hungrigen, 200 kg schweren und über 2 m langen Seelöwenbullen attackiert werden?

Kaffee und ein kleiner Snack vertrieb den Schreck wieder und wir beschlossen, dass wir zum Jahresende noch etwas Schmutziges (was wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wirklich wussten) machen. Der in der Nähe gelegene ‚Waipohatu Forest Walk’ hatte es uns angetan und mit 3 Std. Gehzeit war dies für uns ok. Wir benötigten allerdings 3 ½ Stunden. Dies hatte nichts mit unserer Kondition zu tun, sondern mit dem etwas ungewöhnlichen Zustand des Wanderweges. Durch den Dauerregen der letzten Tage (oder waren es sogar Wochen), war der Weg total aufgeweicht und verschlammt. Da der Weg meist steil nach oben oder nach unten ging, rutschten wir mehr als wir gingen und so mancher Tritt fand nicht den richtigen Halt und landete im Morast. Das es zusätzlich teilweise auch noch heftig regnete machte das Ganze zu einem richtigen lustigen Erlebnis. Wir nahmen es wirklich mit Humor und freuten uns darüber wenn der eine oder andere dem Schlamm sehr bzw. ganz nahe kam.

Beim Auto wieder angekommen, merkten wir dass die Scheinwerfer an waren, sodass die Batterie komplett leer war. Ein zufällig vorbeikommender Einheimischer gab uns schließlich Starterhilfe, sodass wir nun endlich zum Campingplatz zurückfahren konnten.

Wir zogen uns schnell um, da wir schon zur Beobachtung der Pinguine bereit sein mussten. Und tatsächlich, schon bald kam einer nach dem anderen aus dem Wasser, spazierte, hüpfte über den Felsstrand zu seinem Nistplatz. Dies keine 20m von uns entfernt.

Wieder zurück um Camper wurde auf kleinem Platz groß aufgekocht und als Silvestermenü Lammsteaks mit Gemüse und Salat serviert und mit großem Appetit gegessen.

Ein mitternächtlicher Strandspaziergang zum Jahreswechsel wurde begleitet von viele ‚Happy New Year’-Rufen, einigen Umarmungen, ein wenig Feuerwerk, etwas Gegröle und der unvergleichlichen Stimmung des Vollmondes wenn er sich im Meer spiegelt.

Verfasst von: kiwikornell | 30. Dezember 2009

Mi ? 30.12.2009 ? Atemraubend

Auch Ruhetage müssen sein. Einen haben wir heute eingelegt. Etwas länger schlafen, im Supermarkt die Vorräte auffüllen und für das Abendessen einkaufen.
Das Wetter war, um es vorsichtig auszudrücken, wechselhaft. Mal jagten Stürmböen daher, dann schien die Sonne und plötzlich regnete es für wenige Minuten heftig.
Um doch ein wenig Luft zu schnappen fuhren wir wieder an den Oreti Beach. Als wir dort parkten und ausstiegen riss uns der Sturm fast die Autotür aus der Hand. Gut verpackt in unsere neuen Regenjacken wagten wir trotzdem einen kleinen Spaziergang. Zuerst gingen wir gegen den Wind. Zeitweise war dieser so arg, dass man nicht einmal atmen konnte, so heftig fuhr einem der Sturm ins Gesicht. Nach vorne gebeugt keuchten wir uns eine zeitlang den Strand entlang. Nach dem Umdrehen trieb uns der Sturm so an, dass wir fast im Laufschritt den Weg zum Auto zurücklegten. Zwischendurch glaubten wir mit Steinen beschossen zu werden, aber es war nur Hagel der für wenige Minuten auf uns prasselte.
Unser nächstes Ziel war Sandy Point. Dies ist ein Gelände auf dem diverse Klubs wie, Ruderklub, Stock-Car-Club, Rodeoklub, Schießklub, Laufklub, Motorbootklub um nur einige zu nennen, ihr zu Hause haben. Wir entschlossen uns einen kleinen Spaziergang zu machen und gingen dann den Rover Walk der in einer Schleife zuerst neben dem Meer und dann durch den Wald wieder zurück zum Parkplatz führt.
Abends kochten Manuela und Rob für uns groß auf und wir genossen ihr Chicken Creamy Pasta geschnetzeltes Hendl mit Pilzen, Speck, Zwiebel, Nudeln und einer Sauce aus Kondenzmilch.

Verfasst von: kiwikornell | 29. Dezember 2009

Di ? 29.12.2009 ? Goldrausch

Strahlender Sonnenschein weckte uns heute Morgen und nach dem Motto ein bisschen mehr geht noch immer fuhren wir nach Queenstown und ließen das gestrige Powershopping heute leicht ausklingen. Etliche Paar Socken, einige T-Shirts und ein paar Souvenirs wanderten noch in unsere Einkaufstaschen.
Dann trennten sich unsere Wege für einige Zeit. Manuela und Rob fuhren schon gegen Mittag nach Invercargill zurück um ihr Zweitauto endlich an den Mann oder Frau zu bringen.
Wir wanderten noch etwas den Lake Wakatipu entlang und dann durch die Einkaufsstraßen von Queenstown. Am Hafen genehmigten wir uns eine riesige Tüte Eis, das wunderbar schmeckte.
So gestärkt fuhren wir in das wenige Kilometer entfernte Arrowtown. Und dort hat es uns dann voll erwischt. Angespornt von dem Flair der Stadt borgten wir uns zuerst einmal das entsprechende Werkzeug aus. Eilig ging es dann zum Fluss, um gleich darauf damit zu beginnen. Nun wurde eingefüllt, geschwenkt, geschüttelt, gedreht, ein- und ausgeleert was das Wasser bzw. die Steine bzw. der Sand hergaben. Unsere Augen starrten gebannt hinein um nur ja nichts zu übersehen. Die Finger sortierten rasch das Gröbste aus um dann im Feinen fieberhaft zu suchen. Ja wir waren ihm verfallen. Der Goldrausch hatte uns voll erwischt.
Hier wurde früher viel Gold aus dem Fluss gewaschen. Und jetzt versuchen auch die Touristen ihr Glück. Auch wir haben es probiert. Beim örtlichen Museum haben wir uns Pfanne und Schaufel ausgeborgt und dann am Flussufer einen schönen Platz gesucht. Einige Male haben wir unsere Pfanne mit Sand und Gestein gefüllt und wie beschrieben gierig auf jedes glitzern im Sand gestarrt. Am Ende haben wir doch einiges bekommen: Sonnenbrand, Hunger und Durst, schmerzende Knie, steifen Rücken und die Erkenntnis das nicht alles Gold ist was glänzt.
Wir verlegten unsere Aktivitäten in das Kaffeehaus und labten uns mit Cappuccino, Erdbeer-Käse-Kuchen und Banane-Schoko-Muffin. Der Kaffee war wieder spitzenmäßig aber das wurde ja schon einige Male erwähnt.
Nach eine Fahrtzeit von 2 ½ Stunden erreichten wir wieder Invercargill wo wir Manuela und Rob wieder trafen. Diese waren ganz happy, da der Autoverkauf soeben positiv abgeschlossen werden konnte.

Verfasst von: kiwikornell | 28. Dezember 2009

Mo – 28.12.2009 – Powershopping

Heute war ein Tag zur Entspannung und zum Einkaufen in ‚Queenstown’ geplant. Diese Stadt hat ca. 8.000 Einwohner, liegt, so wie unser momentaner Campingort ‚Frankton’ am ‚Lake Wakatipu’ und ist ein sehr netter, geschäftiger Ort für Sommer- und Wintersportaktivitäten.

Unser erstes Ziel war ‚R&R Sport’. Dort haben Manuela und Rob schon einige Dinge für ihre große Reise gekauft und wurden von einigen Verkäufern freudig begrüßt. Damit deren Freude auch anhielt kauften sich Edith und Franz gleich tolle Regenjacken die zwar günstig, aber nicht unbedingt billig waren. Manuela und Rob hoben die Stimmung und den Umsatz weiter mit dem Kauf von Wanderhosen. Leider fanden sie nicht die noch gesuchten Socken, Handschuhe und Hauben. So begann eine kleine Safari durch alle möglichen Geschäfte.

Zwischendurch stärkten wir uns bei 25° in der Sonne sitzend mit einem kleinen Snack.

Weiter ging die Einkaufstour bis dann so ziemlich alles Gesuchte auch gefunden bzw. gekauft war. Auch lernten wir, dass ein Kiwi nichts zu dem angegeben Preis kauft, sondern immer massiv um Preisnachlass feilscht.

Von der Anstrengung des Einkaufens gezeichnet (zumindest der männliche Teil und auch die Brieftaschen bzw. die diversen Einkaufskarten) war nun Entspannung angesagt. Wir veranstalteten ein sit-in am Rande des Sees. Dort konnten wir allerlei Touristen, Möwen, Enten, Jongleure und sogar eine Aufführung einer kostümierten, koreanischen Trommlergruppe beobachten.

Bevor wir zum Campingplatz zurückkehrten, kauften wir noch für das Abendessen ein, denn wir wollten am Grillplatz einige Steaks zubereiten. Leider war der Grill belegt, die allgemeine Küche überlaufen, sodass wir uns in die Enge des Campers zurückzogen. Rob briet uns wieder geniale Steaks, Edith zauberte einen geschmackvollen Salat auf den Tisch, Manuela sorgte für tolles Knoblauchbrot und Franz servierte die Getränke (genauer gesagt, er füllte zwei Gläser mit Cola voll).

Trotz der Raumknappheit war es ein nettes, gemütliches Essen, das wir dann noch mit einem Stück ‚Peppermint Slice’ (harter Biskuitboden, darauf Pfefferminzmasse mit Schokoladenglassur überzogen) krönten.

Verfasst von: kiwikornell | 28. Dezember 2009

So – 27.12.2009 – Bilder vom Milford Sound

Verfasst von: kiwikornell | 27. Dezember 2009

So – 27.12.2009 – Volltreffer

Nach dem verregneten Vortag brachte auch der Morgen nichts Neues. Es regnete noch immer. Zwar nur noch leicht, aber es regnete eben. Der Nebel hing tief, die Sicht auf die doch sehr nahen Berge war gleich Null. Durch die äußeren Umstände so motiviert, bereiteten wir uns missmutig auf die bevorstehende 2 ½ Stunden dauernde Kreuzfahrt auf dem ‚Milford Sound’ vor.

Einchecken war für 10:15, die Abfahrt für 10:40 geplant. Schon vor 10.00 waren wir an der Ablegestelle und siehe da. Der Regen hörte auf, der Nebel hob sich langsam und die ersten Sonnenstrahlen versuchten durch die Nebelbänke zu dringen. Wir machten noch einen kleinen Spaziergang durch einen Regenwald an den Strand des Fjordes und plötzlich ging alles sehr schnell. Die Sonne löste den dichten Nebel auf und nur mehr kleine weiße Wolken zierten die Berge und den Himmel.

Die Abfahrtszeit war gekommen, wir gingen an Bord und gleich darauf begann die eindrucksvolle Fahrt. Am Westufer des Fjords ging es entlang bis auf das offene Meer der ‚Tasman Sea’. Dort wurde gewendet und am Ostufer ging es wieder zurück. Dabei fuhren wir so dicht an die Felswände am Ufer, dass wir sie fast mit der Hand berühren konnten. Die Wände ragen ca. 200 steil oder gerade oder sogar überhängend aus dem Wasser. Ebenso tief reichen sie auch noch nach unten. Aus den Felsen gibt es auch viele kleine und einige größere Wasserfällen. Bei zwei Fällen fuhr das Schiff nicht nur zu den Fällen, sondern sogar unter sie, sodass die am Bug stehenden Fahrgäste ordentlich durchnässt wurden. Damit nicht genug. Nun wendete das Schiff damit auch die am Heck stehenden Leute eine Erfrischung abbekamen.

Es war beeindruckend auf den sanften Wellen des Fjordes dahinzuschaukeln, die nahen Felswände und die dahinter liegenden, schneebedeckten Bergriesen (knapp an die 2.000m) zu bestaunen. Etwas wilder war der Ritt über die Wellen der aufgewühlten ‚Tasman Sea’. Beachtlich hoch hob sich der Schiffsbug bevor er sich in das nächste Wellental senkte. Über kurz oder lang hätten unsere Mägen damit sicher ein Problem bekommen. Aber dieser Teil der Fahrt dauerte nicht lange und bald ging es wieder die den geschützten Fjord hinein.

Viel zu früh endete für uns die Fahrt und wir waren alle sehr beeindruckt von den Schönheiten des ‚Milford Sound’. Regenwald, Palmen, Strand, Meer, Felsen, Berge, Schnee, Gletscher – und dies alles auf einem wunderschönen Fleck. Das gibt es sobald nicht wieder.

Die Rückfahrt nach ‚Te Anau’ bot uns in voller Pracht das, was wir gestern nur andeutungsweise gesehen hatten. Schmale Täler mit in der Sonne glänzenden Felsen und den einzigartigen, kleinen Wasserfällen, bis hin zu Schneefeldern neben der Straße und Lupinien, die kilometerlang in verschiedensten Farben in einem Flussbett zu sehen waren.

In ‚Te Anau’ würden die Tanks und unsere Mägen befüllt und dann ging es weiter zu unserem Campingplatz in ‚Frankton’, gleich neben ‚Christchurch’. Das Tagesende wurde uns noch mit einem tollen Sonnenuntergang über einem See verschönert.

Verfasst von: kiwikornell | 27. Dezember 2009

Sa – 26.12.2009 – 320 Regentage im Jahr am ,Milford Sound‘

Im Konvoi fuhren wir (Manuela und Rob im PKW, Edith und Franz im Camper) heute Morgen Richtung ‚Milford Sound’. Dieser ist ein Fjord der von der ‚Tasman Sea’ gebildet wird und vom berühmten Autor und Poeten ‚Rudyard Kipling’ als das achte Weltwunder gepriesen wurde.

Die Fahrt begann bei bedecktem, aber trockenem Wetter. Je näher wir dem ‚Milford Sound’ kamen, desto heftiger wurden Wind und Regen. Trotz dieser widrigen Umstände war die Fahrt beeindruckend. Man windet sich in einem schmalen Tal eine Straße entlang, links und recht fast senkrechte, glatte, 200-300 m hohe Felswände, von denen unzählige Wasserfälle in die Tiefe, und auch oft knapp bis neben die Straße, donnern.

Auf einer einspurigen Brücke hielten wir kurz, öffneten das Seitenfenster und schon spürten wir den Sprühregen des fast in Griffweite befindlichen Wasserfalls, der wild über eine Steinstufe zu Tal brauste.

Kurz vor dem ‚Milford Sound’ hatten wir auf einem Campingplatz einen Zelt- und einen Camperplatz vorgebucht. Aufgrund des starken und anhaltenden Regens entschlossen wir uns umzubuchen und für Manuela und Rob ein Bett im Trockenen bzw. im Schlafsaal zu nehmen.

Da wir am frühen Nachmittag am Campingplatz angekommen waren, wärmten wir uns im Ofen des Campers ‚Steak with Chesse-Pies’. Bis zum Abend spielten wir Uno und zum Abendessen übersiedelten wir in die Gemeinschaftsküche des Campingplatzes. Dort war die Hölle los. Von Einheimischen, Deutschen, Japanern, Franzosen und wahrscheinlich Bewohnern diverser anderer Nationen wurde gekocht, was die Pfannen hergaben. Steaks mit Pilzen, Schweinsbraten mit Broccoli, Nudelgerichte in den verschiedensten Variationen, Ham and Eggs, Gemüse, Kartoffeln brutzelten um die Wette und wurden anschließend mit Genuss verzehrt. Wir hatten uns im Supermarkt mit Tortellini mit Sauce Carbonara eingedeckt und Edith bereitete diese mit viel Geschick und Liebe zu, sodass es uns sehr schmeckte und nichts übrig blieb. Schon des lieben Wetters wegen – ‚wenn man brav aufisst, dann wird das Wetter morgen schön’.

Leider sind wir hier von der Außenwelt fast abgeschnitten. Handy’s funktionieren hier nicht, die Internetanbindung ist erst in einigen Tagen wieder verfügbar und für das Festnetz benötigt man eine Telefonwertkarte. Diese gibt es aber nur für das Inland nicht jedoch für das Ausland.

So konnten wir Oma Anna leider nicht zum 85-Geburtstag gratulieren. Auf alle Fälle tun wir das hiermit: ‚Liebe Oma, zu deinem besonderen Geburtstag alles Liebe und wir hoffen dass die kleine Überraschung gelungen ist – Manuela und Rob, Edith und Franz’.

Verfasst von: kiwikornell | 25. Dezember 2009

Fr ? 25.12.2009 ? Christkind und/oder Santa Claus

Heute Morgen herrschte etwas Aufregung da das Verteilen der Geschenke anstand. Rätselraten herrschte, wer nun die Geschenke gebracht hat. Da es nach NZ-Zeit Morgen war, ist dies die Aufgabe von Santa Claus. Nach AUT-Zeit ist es 24.12 am Abend, also ist das Christkind dafür zuständig. Wir beschlossen, es beiden in gleichem Maße zuzuschreiben und erfreuten uns an den Inhalten der Geschenke.
Anschließend gab es zum späten Frühstück Eggs-Benedict, gefolgt von einer Torte Pavlova beides von Rob exzellent zubereitet bzw. vollendet.
Nachmittags ging es an den Strand von Invercargill. Wir fuhren eine Ausfallstraße aus der Stadt hinaus. Nach rund 10 Km endet die Straße und plötzlich steht man am Strand ein paar Meter geradeaus weiter und man fährt im Meer herum. Also bogen wir links ab, fuhren den Strand ein Stück entlang, parkten und spazierten den Strand eine zeitlang auf und ab.
Dabei konnten wir einiges beobachten. z.B. Möven die gegen den Wind flogen, dass sie fast bewegungslos in der Luft standen. Oder die Austernfänger die sich gegenseitig während der Nahrungssuche wild attackierten. Oder zwei Halbstarke die mit ihrem illegal aufgemotzen Auto, eine illegale Rennfahrt am Strand veranstalteten. Oder eine Familie welche die Kinder auf einen riesigen Busch Seegras setzten, diesen an das Auto banden und dann damit über den Strand glitten.
Abends verwöhnte uns Rob wieder mit seinen Grillkünsten und der Rest der Torte wurde auch noch vernichtet, sodass wir uns gestärkt für die Aktivitäten der nächsten Tage zur Nachtruhe begeben konnten.

Verfasst von: kiwikornell | 24. Dezember 2009

Do ? 24.12.2009 ? Weiße Weihnachten im Kiwiland

Nachdem es gestern Abend doch später geworden ist, wurde heute Morgen etwas länger geschlafen, dafür aber ausgiebig gefrühstückt.
Danach fuhren wir mit dem Auto ca. ½ Stunde ins Nahe gelegene Riverton. Etwas außerhalb des Ortes befinden sich die Riverton Rocks, eine gehäufte Ansammlung von Felsen die in das Meer ragen. Wir kletterten auf den Felsen herum um ganz nah an die Brandung zu kommen. Weiß kräuselten sich die Schaumkronen auf den hereinstürzenden Wellen, die dann an den Felsen brachen und uns in eine weiße Gischt hüllten so hatten auch wir weiße Weihnachten.
Der Himmel war bewölkt und auf den Felsen blies heftiger Wind, sodass wir uns in ein kleines Restaurant begaben um einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen.
Zurück in Invercargill besuchten wir Queens Park, einem Garten im besten englischem Stil. Das Prunkstück des Gartens ist ein kleiner Zoo mit allerlei Kleingetier (Hasen, Pfauen, Hühnern, Ziegen, Schweinen, Enten) und einem großen Vogelgehege mit den unterschiedlichsten und farbenprächtigsten Vögel der ganzen Insel.
Zum Tagesabschluss gab es noch ein abendliches Barbecue, bei dem Grillmeister Rob uns mit Huhn, Lamm und Würstel verwöhnte.

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